Gegen Sparpläne bei Freiwilligendiensten

Im Bundesfamilienministerium übergaben die Demonstrierenden ein Schreiben, dass sich an Bundesfamilienministerin Giffey richtet. Darin machten sie deutlich, dass die im Dezember 2018 angekündigte Aufstockung von 65 Mio € Bundesmittel dringend notwendig ist, um die Qualität der Freiwilligendienste, insbesondere der pädagogischen Arbeit zu sichern. Im Haushaltsplanansatz für 2020 war die Aufstockung wieder zurückgenommen worden. Beate Konzok, Referenten Freiwilligendienste des Caritasverbandes der Diözese Görlitz erklärt dazu: "Für uns als Träger geht es konkret um den Ausbau der Einsatzmöglichkeiten im Sinne einer höheren Einsatzstellenvielfalt aber auch in der konzeptionellen Weiterentwicklung und Umsetzung eines Freiwilligendienstes, der sich an inklusive Bewerber*innen richtet, die mit speziellen Zugangsvoraussetzungen (körperliche oder geistige Behinderungen, Lernbeeinträchtigungen, wenig Sprachkenntnisse) zu uns kommen. Für die Umsetzung ist der Einsatz von zusätzlichem Personal dringend erforderlich, da der aktuell gesetzlich vorgeschriebene Betreuungsschlüssel im FSJ nur wenig Spielraum lässt, sich zeitintensiver in der Bewerbungsphase, der Phase der individuellen pädagogischen Begleitung und in der Seminararbeit um inklusive Bewerber*innen zu kümmern." Den Brief nahm im Auftrag der Ministerin Familienstaatssekretärin Juliane Seifert in Empfang. Sie konnte zusichern, dass für das nächste Freiwilligenjahr 15 Mio € zusätzlicher Mittel bereitgestellt werden können und an einer dauerhaften Lösung gearbeitet wird.