Halle mahnt zur Entschlossenheit gegen Hass und Gewalt
Sehr betroffen haben sich der Vorsitzende des Caritasverbandes der Diözese Görlitz Dekan Udo Jäkel und Caritasdirektor Bernhard Mones zum Anschlag in Halle vom Mittwoch geäußert. Er sei "entsetzt und erschüttert" sagte Mones. "Wir gedenken der Unschuldigen. Gleichzeitig beziehen wir klar Position: Rassismus und Antisemitismus, anonym im Netz oder mit blinder Gewalt wie in Halle, haben in unserer Demokratie keinen Platz. Die Politik ist aufgefordert, noch entschiedener gegen Täter und ihre Netzwerke vorzugehen. Es ist eine Schande, dass jüdische Gemeinden in Deutschland nur noch unter Polizeischutz ihre Religion ausüben können." Gemeinsam mit der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden (ZWST) und den weiteren in der Liga zusammengeschlossenen Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege arbeitet der Caritasverband der Diözese Görlitz e.V. in der Liga in Sachsen und Brandenburg eng zusammen. "Gemeinsam gestalten wir unsere Gesellschaft, gemeinsam vertreten wir die Interessen der Schwachen und Benachteiligten in Anwaltsfunktion in verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Bereichen." Die Verbände der Liga haben bereits in der Vergangenheit zu einem gesellschaftlichen Widerstand gegen jede Form des Antisemitismus aufgerufen. In einer demokratischen Gesellschaft, die sich in der Verfassung auf die Unantastbarkeit der Würde jedes Einzelnen verständigt habe, dürfe es keinen Platz für Antisemitismus geben. "Wir dürfen in unseren Bemühungen um politische Bildung, Aufklärung und Beschäftigung mit der NS-Geschichte nicht nachlassen. Gleichzeitig ist uns die Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen ein wichtiges Anliegen, dass sie selbstbestimmt und konstruktiv unsere Gesellschaft gestalten können."